Die Guten Geister von Schloss Ludwigsthal!

Danksagung an alle Helfer...  zum Artikel  (Bayerwaldbote vom: 6.12.2012 )

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Kirchenmalerinnen im Schloß, Bayerwaldbote vom 8.5.2012;    

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Falknerei am Schloß eröffnet

Ludwigsthal.

Das Schloss Ludwigsthal ist noch vor Abschluss seines Umbaus zur Akademie für Umweltbildung um eine große Attraktion reicher: Falkner Robert Lindl hat sich im Schlossgarten eingemietet und gibt dort fünfmal wöchentlich Flugvorführungen mit seinen Greifvögeln. Am Sonntagnachmittag hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner die Falknerei offiziell eröffnet.

Acht Jahre hat der Klautzenbacher Lindl seine Falken, Adler und Uhus in Oberfrauenau fliegen lassen; am neuen Standort, direkt an der B 11 und quasi an der Zufahrt zum Haus zur Wildnis, darf er wohl mit noch deutlich höheren Besucherzahlen rechnen.

Die trotz einsetzenden Regens recht zahlreichen Besucher bei der Eröffnung begrüßte Eugen Stadler, als Vorsitzender von Pro Nationalpark sozusagen der Schlossherr. Neben Minister Brunner mit Familie waren auch Lindbergs Bürgermeisterin Gerti Menigat, ihr Stellvertreter Hermann Kastl und mehrere Gemeinderäte sowie Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung gekommen.

„Nach drei Jahren harter Arbeit ist es schon eine Genugtuung, einen Teil unseres Projekts fertig zu sehen“, sagte Stadler mit Blick auf den Schlossgarten bzw. die Anlagen der Falknerei. Dieser Teil sei nicht gefördert worden, betonte der Vereins-Chef, sondern sei das Ergebnis von beträchtlicher Eigenleistung von Pro Nationalpark, Sponsoren und der Familie Lindl. Stellvertretend für die Sponsoren nannte Stadler die Gallinger-Stiftung, die durch Alois Draxler vertreten war.

Dank sagte der Pro Nationalpark-Vorsitzende den Nachbarn in Ludwigsthal, die immer wieder bereit seien zu helfen. Michael Bauer, Herbert Lorenz und Christian Meier führte Stadler dabei exemplarisch auf, und Stefan Sempert von Pro Nationalpark. Der Dank des Vereins-chefs galt aber nicht zuletzt der Familie Lindl für ihre Entscheidung zum Umzug, denn mit einem gewissen Risiko sei ein Standortwechsel immer verbunden.

„Hier wird sichtbar, was aus einer Philosophie werden kann“, zeigte Minister Brunner sich angetan von der Entwicklung rund um das Schloss. Die Falknerei an diesem Platz sei eine Bereicherung für die gesamte Region.

Anfangs habe sie es kaum geglaubt, dass Robert Lindl mit der Falknerei tatsächlich nach Ludwigsthal umsiedeln wolle, sagte Bürgermeisterin Menigat. „Aber als es sich bestätigt hat, habe ich mich unwahrscheinlich drüber gefreut.“ Die Falknerei sei eine Attraktion und werde an diesem Standort sicherlich zahlreiche Tagesgäste anlocken. Eugen Stadler ist überzeugt, dass von der Falknerei auch das Schlossprojekt profitieren wird − und umgekehrt. „Das wird sich gegenseitig befruchten.“

Zusammen mit Stadler und der Bürgermeisterin schnitt Helmut Brunner anschließend ein rotes Band durch und gab damit offiziell den Startschuss für den Betrieb. Welche Flugkünstler die Greifvögel sind, konnten die Zuschauer dann gleich bei einer Vorführung sehen, die Robert Lindl mit viel Witz präsentierte.

Die Tiere − ein Jagdfalke, zwei Lanner- und ein Wanderfalke, ein Rotschwanz-Bussard, ein Rotmilan, ein Steppenadler und ein Uhu − haben ihre Volieren nicht am Schloss; der Falkner bringt sie jedes Mal zu den Vorführungen dorthin. Die Falknerei ist täglich, außer Montag und Samstag, ab 14.30 Uhr geöffnet; an diesen Tagen gibt es immer um 15.30 Uhr eine Flugvorführung. In den Sommerferien wird auch samstags geöffnet.

 Bayerwaldbote; 24.5.2011; rz

Robert in Aktion

Robert in Action (Foto: Burghart)