Ein Schloß erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Wenn man wirklich will... kann man viel bewegen. 

Seit über einem Jahr hat sich der Verein Pro Nationalpark Zwiesel e.V. zur Aufgabe gemacht, das 1830 erbaute Schloss wieder mit Leben zu füllen.

Schließlich hat nicht jedes Schloss im Bayerischen Wald eine direkte Verbindung zur Familie der Wittelsbacher.

Bereits König Ludwig I. besuchte die Gegend regelmäßig, da er an der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung aller Teile seines Landes großen Anteil und auch Einfluss genommen hatte. Er und Königin Therese haben schließlich den Orten Ludwigsthal und Theresienthal ihren Namen gegeben.

Im späten 19. Jahrhundert war dann der tragische Prinz Otto, der Bruder des „Märchenkönigs“ Ludwig II., als Urlauber Gast im Schloss Ludwigsthal.

Hat es dieses Schloss nicht verdient, wieder mit Leben erfüllt zu werden?

Im Laufe des nächsten Jahres wird das Gebäude – teils mit öffentlichen Mitteln, vor allem aber Dank der tatkräftigen Mithilfe der Mitglieder von Pro Nationalpark Zwiesel – behutsam restauriert und gemäß seiner künftigen Bestimmung als Umweltbildungsstätte mit modernster Tagungstechnik ausgestattet. 

Der Rückbau und die Entdeckung alter Malereien

Erst alle Zwischenwände ausbauen
Der Spiegelsaal gewinnt an Größe
Wandmalereien wurden durch den Einbau verborgen
Dann haben sich alle eine Brotzeit verdient

Erste Fortschritte sind deutlich erkennbar

Leider war die Bausubstanz nicht so gut wie erhofft. Alle Zwischendecken mussten erneuert werden. Neue Fenster geben dem Schloss ein neues Gesicht. Das Gelände wurde der künftigen Bestimmung angepasst und der Schlossgarten beherbergt jetzt eine Falknerei.

22. Mai 2011; Eröffnung der Falknerei beim Schloß

Zur Eröffnung gratulierten Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (Mitte), Bürgermeisterin Gerti Menigat und Vorsitzender Eugen Stadler. Robert und Alexandra Lindl (aussen) in Erwartung des feierlichen Starts.